Ein dumpfer, ausstrahlender Schmerz, der einfach nicht nachlässt, ist zermürbend. Ischias ist weit verbreitet: Schätzungen zufolge ist etwa jeder siebte Niederländer irgendwann davon betroffen. Es beeinträchtigt den Alltag, vom Sitzen und Schlafen bis hin zum Aufstehen. Glücklicherweise gibt es vieles, was man selbst tun kann, um gezielter damit umzugehen.
In diesem Leitfaden erfährst du, was Ischias genau ist, wie man ihn von einem Bandscheibenvorfall unterscheidet, warum klassische Übungen oft nicht den gewünschten Erfolg bringen und wie EMS-Training (elektrische Muskelstimulation) eine Ergänzung zu Bewegung und Übungen sein kann.
Wichtiger Hinweis vorab: Dieser Artikel dient lediglich der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn du akute, starke oder sich verschlimmernde Ischiasbeschwerden hast, insbesondere in Verbindung mit Kraftverlust, Kribbeln oder Problemen beim Wasserlassen oder Stuhlgang, wende dich bitte umgehend an deinen Hausarzt oder Physiotherapeuten.
Die kurze Antwort: Was hilft bei Ischias?
Die meisten Rehabilitationsansätze konzentrieren sich gleichzeitig auf drei Dinge: die Entspannung des Muskels, der auf den Nerv drückt (oft der Piriformis), die Stärkung der tiefen Rücken- und Rumpfstabilisatoren sowie die Lockerung der Hüftbeuger. Das EMS-Training kann insbesondere bei der Aktivierung und Kräftigung helfen, da es Muskeln anspricht, die man mit Crunches oder Kniebeugen nur schwer erreichen kann.
Wie schnell du eine Veränderung spürst, ist von Person zu Person sehr unterschiedlich und hängt von der Ursache, deinem Ausgangspunkt, deiner Konsequenz, deiner Bewegung und der Betreuung ab. Im weiteren Verlauf dieses Artikels gehen wir auf jeden einzelnen Punkt näher ein.
Was genau ist Ischias?
Ischias ist ein Schmerz, der entlang des Ischiasnervs ausstrahlt, dem längsten Nerv des Körpers, der vom unteren Rücken über das Gesäß bis zum Fuß verläuft. Der Schmerz ist ein Symptom einer Reizung oder Einklemmung dieses Nervs, häufig verursacht durch einen Bandscheibenvorfall, das Piriformis-Syndrom oder eine Verengung des Wirbelkanals.
Der Ischiasnerv entspringt im unteren Rückenbereich (Lendenwirbel L4 bis S3), verläuft durch das Gesäß, entlang der Rückseite des Oberschenkels, teilt sich hinter dem Knie und endet im Fuß. Wird dieser Nerv irgendwo auf diesem Weg eingeklemmt oder gereizt, spürst du dies entlang der gesamten Strecke, die der Nerv versorgt.
Typische Symptome von Ischiasschmerzen:
- Scharfer, brennender oder stechender Schmerz, der vom unteren Rücken über das Gesäß bis ins Bein zieht
- Kribbeln oder Taubheitsgefühl im Bein oder Fuß
- Ein Schwächegefühl im betroffenen Bein
- Verschlimmerung bei längerem Sitzen, Husten oder Niesen
- Meist einseitig (links oder rechts), selten beidseitig
Ischias wird oft mit gewöhnlichen Schmerzen im unteren Rückenbereich verwechselt. Der Unterschied ist klar: Ischias strahlt aus und folgt dem Nervenverlauf, während gewöhnliche Rückenschmerzen lokal im unteren Rückenbereich bleiben. Für allgemeine medizinische Erläuterungen verweisen wir gerne auf die Informationen von Thuisarts zu ausstrahlenden Schmerzen im Bein, wo die Grundlagen klar beschrieben sind.
Ischias oder Bandscheibenvorfall: Was ist der Unterschied?
Viele Menschen verwenden die Begriffe „Ischias“ und „Bandscheibenvorfall“ synonym, doch es handelt sich um zwei verschiedene Dinge. Ein Bandscheibenvorfall ist eine Erkrankung: eine vorgewölbte oder gerissene Bandscheibe. Ischias ist ein Symptom: Schmerzen, die entlang des Ischiasnervs ausstrahlen.
Der Zusammenhang: Ein Bandscheibenvorfall in den Lendenwirbeln (vor allem zwischen L4 und L5 oder L5 und S1) kann den Ischiasnerv einklemmen und so Ischias verursachen. Aber längst nicht jeder Ischias wird durch einen Bandscheibenvorfall verursacht. In einem Großteil der Fälle liegt die Ursache woanders, beispielsweise beim Piriformis-Syndrom, einer Verengung des Wirbelkanals oder einer Muskelverspannung rund um den Nerv.
| Mögliche Ursache | Was Menschen oft bemerken |
|---|---|
| Bandscheibenvorfall | Häufig ein Schwächegefühl im Bein, das sich beim Vorbeugen verstärkt |
| Piriformis-Syndrom | Schlimmer beim langen Sitzen, vor allem tiefe Schmerzen im Gesäß |
| Verengung des Wirbelkanals | Schlimmer beim langen Stehen oder Gehen, oft besser, wenn man sich nach vorne beugt |
Im Zweifelsfall kann ein Hausarzt oder Physiotherapeut anhand einiger einfacher Tests eine Einschätzung vornehmen. Bildgebende Verfahren wie eine MRT sind in der Regel nur bei Alarmzeichen oder bei Beschwerden erforderlich, die länger als etwa zwölf Wochen andauern, entsprechend der NHG-Leitlinie zum lumbosakralen radikulären Syndrom.
Wie lange dauert Ischias im Durchschnitt?
Ehrliche Antwort: Das ist sehr unterschiedlich, und zwar aus vorhersehbaren Gründen.
Bei akuter Ischialgie (erstes Auftreten, keine zugrunde liegende strukturelle Ursache) erholt sich laut NHG ein Großteil der Betroffenen innerhalb von etwa zwölf Wochen, oft ohne Eingriff. Chronische Ischialgie (länger als zwölf Wochen) erfordert in der Regel eine längere, schrittweise Behandlung. Bei wiederkehrender Ischialgie liegt der Schwerpunkt auf der Prävention durch eine dauerhafte Stärkung der Rumpf- und Gesäßmuskulatur.
Faktoren, die die Genesung verzögern können:
- Viele sitzen den ganzen Tag ohne sich zu bewegen
- Rauchen (verschlechterte Durchblutung des Gewebes)
- Übergewicht (erhöhte Belastung der Wirbelsäule)
- Eine ungünstige Schlafhaltung
- Stress (kann die Muskelspannung um den Nerv herum erhöhen)
Die drei häufigsten Ursachen
Nicht jede Ischialgie ist gleich. Die Behandlung hängt davon ab, wo der Nerv eingeklemmt oder gereizt ist.
Bandscheibenvorfall
Die Bandscheibe wölbt sich vor und drückt auf einen Nervenwurzel. Dies kommt relativ häufig bei Menschen im Alter von 30 bis 50 Jahren vor und hängt oft mit falschem Heben, langem Sitzen oder plötzlicher Belastung zusammen.
Piriformis-Syndrom
Der Piriformis ist ein kleiner Muskel tief im Gesäß, der über den Ischiasnerv verläuft. Wenn sich dieser Muskel verspannt oder anschwillt – beispielsweise durch langes Sitzen, Laufen oder schwache Gesäßmuskeln –, kann er auf den Nerv drücken. Dies ist eine oft unterschätzte Ursache, und gerade hier bietet eine gezielte Muskelaktivierung interessante Möglichkeiten.
Verengung des Wirbelkanals
Der Raum, durch den der Nerv verläuft, wird zu eng. Dies kommt häufiger bei Menschen über fünfzig vor. Darüber hinaus können Schwangerschaft, Übergewicht, ein sitzender Lebensstil und muskuläre Dysbalancen Ischias verschlimmern oder begünstigen.
Warum klassische Übungen oft enttäuschen
Viele Menschen mit Ischias beginnen mit klassischen Bauch- und Rückenübungen: Planks, Sit-ups, Supermans. Ein logischer Gedanke, denn eine starke Rumpfmuskulatur stützt den Rücken. In der Praxis verläuft es jedoch oft enttäuschend. Drei Gründe:
- Den Piriformis-Muskel erreicht man nicht ohne Weiteres. Dieser Muskel liegt tief unter dem großen Gesäßmuskel. Bei einer Kniebeuge oder einer Brücke wird er nur teilweise beansprucht, vor allem wenn man aufgrund von Schmerzen eine Kompensationsbewegung ausführt.
- Die tiefen Stabilisatoren werden nicht ausreichend trainiert. Crunches trainieren vor allem die oberflächlichen Bauchmuskeln, während man für die Stabilität der Wirbelsäule den Musculus transversus abdominis und den Musculus multifidus benötigt. Das sind tiefe Muskeln, die sich mit Standardübungen nur schwer richtig aktivieren lassen.
- Schmerzen führen zu Kompensationsmechanismen. Bei Ischias vermeidet der Körper unbewusst bestimmte Bewegungen. Andere Muskelgruppen übernehmen die Arbeit, wodurch die betroffenen Muskeln gerade schwächer werden. Ein Teufelskreis.
Wie EMS-Training dabei helfen kann
EMS, also Elektrische Muskelstimulation, funktioniert mit leichten elektrischen Impulsen, die deine Muskeln zur Kontraktion anregen. Der Unterschied zum normalen Training besteht darin, dass EMS auch tiefere Muskelfasern ansprechen kann, die du bei willkürlicher Anspannung nur schwer erreichst. EMS ist keine medizinische Behandlung, kann dein Training jedoch unterstützen.
Für Menschen mit Ischias sind drei Merkmale relevant:
Gezielte Aktivierung der Gesäßmuskulatur. Indem du die Elektroden gezielt im Gesäßbereich anbringst, kannst du eine Kontraktion genau dort erzielen, wo du sie haben möchtest, ohne Ausweichbewegungen.
Tiefere Schichten ansprechen. Laut der Erklärung in unserem Leitfaden zur wissenschaftlichen Grundlage von EMS kann EMS Muskelfasern in tieferen Gewebeschichten ansprechen, was für Stabilisatoren wie den Musculus transversus abdominis und den Musculus multifidus von Bedeutung sein kann.
Gelenkschonend. Keine zusätzliche Belastung für die Wirbelsäule, keine explosiven Bewegungen und kein Risiko durch falsches Heben. Für jemanden mit Ischias kann das ein angenehmer Vorteil sein.
Der EMS Billentrainer Pro zielt darauf ab, die Gesäßmuskulatur zu aktivieren, einschließlich des Bereichs um den Piriformis-Muskel. Möchtest du zunächst mehr darüber erfahren, wie EMS funktioniert und wofür es eingesetzt wird? Dann lies unseren umfassenden EMS-Leitfaden.
Beispiel für einen Trainingsplan zur Aktivierung der Gesäß- und Rumpfmuskulatur
Das folgende Schema ist ein allgemeines, schrittweises Trainingsbeispiel und kein Behandlungsplan. Die richtige Intensität hängt von deinem Ausgangsniveau und deiner Situation ab. Sprich dies mit deinem Arzt oder Physiotherapeuten ab, insbesondere wenn deine Beschwerden erst kürzlich aufgetreten sind oder sehr stark sind.
| Phase | Frequenz | Dauer | Intensität (1 bis 10) | Fokus | Zusätzliche Übungen |
|---|---|---|---|---|---|
| Woche 1 bis 2 | Frequenz: 2x pro Woche | 15 bis 20 Min. | Niedrig (2 bis 4) | Gesäßbereich und unterer Rücken | Ruhig und liegend, noch keine zusätzlichen Bewegungen |
| Woche 3 bis 6 | 2 bis 3 Mal pro Woche | 20 Min. | Durchschnittlich (4 bis 6) | Plus transversus abdominis | Beckenkippung, Gesäßbrücke, Dead Bug |
| Woche 7 bis 12 | Frequenz: 3x pro Woche | 20 Min. | Mittel bis hoch (5 bis 7) | Breiter Unterkörper | Bird-Dog, Glute Bridge, Side Plank |
Für die richtige Platzierung der Elektroden empfehlen wir unseren Leitfaden zur Anbringung der Elektroden nach Muskelgruppen, mit besonderem Augenmerk auf den Gesäßbereich und den unteren Rücken. Möchtest du dies systematisch umsetzen? In der Optirise Trainings-App findest du fertige Trainingspläne für EMS bei Stabilitätsproblemen und Rückenbeschwerden.
Bei Ischias trainierst du vor allem den Gesäß- und Bauchbereich. Du kannst den Bauch- und Gesäßtrainer als einzelne Geräte kombinieren oder dich für ein Set mit Bauch-, Gesäß- und Beintrainer in einem Paket entscheiden, wenn du auch an der Stabilität der Oberschenkel arbeiten möchtest. Entdecke die Möglichkeiten bei den EMS-Geräten.
EMS zu Hause im Vergleich zu anderen Trainingsformen
Der folgende Vergleich befasst sich mit Möglichkeiten, die betroffenen Muskeln zu trainieren und zu aktivieren. Es handelt sich nicht um einen Vergleich medizinischer Behandlungen. Für die Erkrankung oder die Schmerzen selbst sind Ihr Hausarzt und Ihr Physiotherapeut die richtigen Ansprechpartner.
| Trainingsform | Die tiefen Muskeln ansprechen | Gemeinsame Belastung | Zeit pro Woche | Wo |
|---|---|---|---|---|
| EMS zu Hause | Leicht anzusprechen | Niedrig | ca. 60 Min. | Zu Hause, in deinem eigenen Tempo |
| Krafttraining (Fitnessstudio) | Teilweise, vorausgesetzt, die Technik stimmt | Höher | Etwa 180 Minuten | Fitnessstudio |
| Betreutes Training | Gut, mit Begleitung | Niedrig bis mittel | Etwa 30 Minuten | Praxis, nach Vereinbarung |
Wichtig: Diese Formen schließen sich nicht gegenseitig aus. In der Praxis funktioniert eine Kombination aus gezieltem Training, Bewegung und, falls nötig, der Betreuung durch einen Fachmann oft am besten. Ein EMS-Gerät für zu Hause ist eine einmalige Investition. Möchtest du dies mit EMS im Studio abwägen? Lies unsere Erläuterung zum Vergleich von EMS zu Hause und EMS im Studio.
Körperhaltungen, die Ischiasbeschwerden beeinflussen können
Die Körperhaltung spielt bei Ischias eine große Rolle. Drei häufige Situationen:
Schlafen. Für viele Menschen ist es angenehm, auf der Seite zu liegen und ein Kissen zwischen die Knie zu klemmen: Das entspannt die Gesäßmuskulatur und sorgt für eine gerade Wirbelsäule. Man kann auch auf dem Rücken schlafen, mit einem Kissen unter den Knien. Vom Bauchschlafen wird meist abgeraten.
Sitzen. Beide Füße flach auf dem Boden, die Knie in einem Winkel von etwa 90 Grad oder etwas höher als die Hüften. Ein Lendenkissen oder ein aufgerolltes Handtuch im unteren Rückenbereich kann helfen. Stehen Sie alle 30 Minuten kurz auf.
Autofahren. Stelle den Sitz so ein, dass deine Knie etwas höher liegen als deine Hüften. Ein Keilkissen unter dem Gesäß kann bei längeren Fahrten angenehm sein. Plane kurze Pausen ein.
Nicht umsonst gilt langes Sitzen als einer der bekannten Faktoren für wiederkehrende Beschwerden. Lesen Sie auch unseren Leitfaden über steife Hüften durch sitzende Tätigkeiten, denn verkürzte Hüftbeuger können ein versteckter Auslöser für Nervenreizungen sein.
Was Sie bei Ischiasbeschwerden besser vermeiden sollten
Fünf häufige Fehler, die viele Menschen mit Ischias begehen:
- Absolute Bettruhe. Ein früherer Ratschlag, der inzwischen überholt ist. Absolute Ruhe schwächt die Muskeln und kann die Genesung verzögern. Bewegen Sie sich ruhig weiter und vermeiden Sie vor allem alles, was die Beschwerden verschlimmert.
- Schwere Hebevorgänge. Heben Sie vorübergehend nichts vom Boden auf. Beugen Sie immer die Knie, nicht den Rücken.
- Mach weiter, wenn du stechende Schmerzen hast. Leichte Schmerzen sind in Ordnung, stechende Schmerzen jedoch nicht. Hör auf deinen Körper.
- Nicht sofort kräftig dehnen, wo es wehtut. Bei akuten Beschwerden kann kräftiges Dehnen der Oberschenkelmuskulatur oder der Gesäßmuskulatur den Nerv sogar reizen. Warte damit ein paar Tage.
- Ignorieren Sie anhaltende Beschwerden nicht. Wenn die Beschwerden länger als sechs Wochen andauern oder wenn Sie unter Kraftverlust, Taubheitsgefühlen oder Problemen beim Wasserlassen oder Stuhlgang leiden, suchen Sie bitte einen Arzt auf.
5 Übungen, die du zusätzlich zu EMS machen kannst
Das EMS-Training ist am effektivsten als Ergänzung zu aktiver Bewegung. Fünf sanfte Übungen, die häufig bei Ischiasbeschwerden eingesetzt werden. Wenn Sie ein leicht stechendes Gefühl verspüren, hören Sie auf und wenden Sie sich im Zweifelsfall an einen Physiotherapeuten.
- Piriformis-Dehnung (Abbildung 4 – Haltung). Legen Sie sich auf den Rücken und legen Sie den Knöchel des schmerzenden Beins über das Knie des anderen Beins. Ziehen Sie den unteren Oberschenkel vorsichtig zu sich heran. 30 Sekunden lang halten, 3 Mal wiederholen.
- Knie zur Brust. Lege dich auf den Rücken und ziehe ein Knie langsam zur Brust. Spüre eine leichte Dehnung im Gesäß und im unteren Rücken. 20 Sekunden, dann das andere Bein. 3 Sätze.
- Beckenkippung. Lege dich auf den Rücken, die Knie sind angewinkelt. Kippe dein Becken nach hinten, sodass dein unterer Rücken auf der Matte aufliegt. Halte diese Position 5 Sekunden lang, 10 Wiederholungen.
- Bird-Dog. Auf Händen und Knien. Strecke gleichzeitig deinen rechten Arm nach vorne und dein linkes Bein nach hinten. 3 Sekunden halten, dann wechseln. 10 Wiederholungen pro Seite. Für die tiefen Stabilisatoren.
- Glute Bridge. Lege dich auf den Rücken, die Knie sind angewinkelt. Hebe die Hüften an, sodass vom Knie bis zur Schulter eine gerade Linie entsteht, und spanne bewusst die Gesäßmuskeln an. 10 Wiederholungen, 3 Sätze.
Welches EMS-Trainingsgerät eignet sich bei Ischias?
Nicht jedes Gerät ist gleichermaßen geeignet. Hier sind drei Optionen, je nach deinem Ziel:
- EMS Billentrainer Pro: speziell für die Gesäßmuskulatur. Durch die Anwendung auf dem großen und mittleren Gesäßmuskel wird indirekt auch der Bereich um den Piriformis-Muskel angesprochen.
- EMS-Bauchtrainer Pro: zur Aktivierung des Musculus transversus abdominis, einem wichtigen Rückenstabilisator.
- EMS Suit Pro: Wenn du neben der Aktivierung von Gesäß- und Rumpfmuskulatur auch dein gesamtes Körper trainieren möchtest.
Möchtest du alle einzelnen Trainingsgeräte und Sets vergleichen? Sieh dir alle EMS-Geräte an, um herauszufinden, welche Kombination zu deiner Situation passt.
Du bist dir nicht sicher, welcher Trainer oder welches Set zu deinem Ziel passt? Nutze den Optirise-Entscheidungshelfer und erhalte in wenigen Minuten eine persönliche Empfehlung, die auf deinem Ziel, deiner Erfahrung und deinen Beschwerden basiert. Der Entscheidungshelfer berücksichtigt dabei, ob du gezielt eine bestimmte Muskelgruppe trainieren oder ein breiteres Training absolvieren möchtest.
Wann ist EMS angebracht und wann (noch) nicht?
EMS ist kein Wundermittel und kein Ersatz für eine ärztliche Untersuchung.
Keine EMS-Behandlung bei einem akuten Bandscheibenvorfall mit schnell zunehmendem Kraftverlust, bei Problemen beim Wasserlassen oder Stuhlgang (suchen Sie in diesem Fall sofort einen Arzt auf), bei einem Herzschrittmacher oder während der Schwangerschaft.
Möglicherweise EMS, in Absprache mit einem Arzt oder Physiotherapeuten, bei leichten oder chronischen Beschwerden, nach der akuten Phase eines Bandscheibenvorfalls, bei Piriformis-Beschwerden und als Teil eines präventiven Trainings, wenn Sie bereits an Ischias gelitten haben.
Was kannst du vom EMS-Training erwarten?
Die Ergebnisse variieren stark von Person zu Person und hängen von der Ursache, deinem Ausgangszustand, deiner Konsequenz, deiner Bewegung und der Betreuung ab. Es gibt keine Garantie. Was Menschen, die gezielt trainieren, manchmal feststellen:
- In den ersten Wochen geht es vor allem darum, sich an das Gefühl zu gewöhnen und beim Training entspannter zu sein
- Danach ein allmählich stärker werdendes Gefühl in den Gesäß- und Rumpfmuskeln
- Auf längere Sicht oft mehr Bewegungsfreiheit und Selbstvertrauen bei alltäglichen Körperhaltungen
Für realistische Erwartungen in den einzelnen Phasen verweisen wir auf unseren Leitfaden zu den ersten 12 Wochen mit EMS.
Wichtigste Punkte
- Ischias ist ein Symptom (ausstrahlender Nervenschmerz), keine eigenständige Erkrankung.
- Häufig spielen der Piriformis, der mittlere Gesäßmuskel und die tiefen Rumpfstabilisatoren eine Rolle.
- Das EMS-Training ist keine medizinische Behandlung, kann aber dabei helfen, diese Muskeln gezielt zu aktivieren.
- Steigern Sie das Training langsam, kombinieren Sie es mit Bewegung und Tipps zur Körperhaltung und wenden Sie sich bei Beschwerden an einen Arzt oder Physiotherapeuten.
- Bei Kraftverlust, Taubheitsgefühlen oder Problemen beim Wasserlassen oder Stuhlgang: Suchen Sie sofort Ihren Hausarzt auf.
Häufig gestellte Fragen zu Ischias und EMS
Wie lange dauert Ischias im Durchschnitt?
Laut der NHG erholt sich ein Großteil der Menschen bei akuten Beschwerden innerhalb von etwa zwölf Wochen, oft von selbst. Chronische Beschwerden erfordern in der Regel eine längerfristige, schrittweise Behandlung.
Kann EMS einen Bandscheibenvorfall heilen?
Nein. EMS ist keine medizinische Behandlung und heilt keinen Bandscheibenvorfall. EMS-Training kann jedoch dazu beitragen, die Muskeln rund um die Wirbelsäule zu aktivieren und zu stärken. Ob dies für dich sinnvoll ist, solltest du mit deinem Arzt oder Physiotherapeuten besprechen.
Darf ich EMS bei akuten Ischiasbeschwerden anwenden?
Besprechen Sie dies zunächst mit Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten. Ein EMS-Training wird in der Regel erst in einer späteren Phase und mit geringer Intensität in Betracht gezogen.
Wie oft pro Woche sollte man bei Ischias EMS anwenden?
Für die meisten Menschen sind zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche machbar, sofern dazwischen genügend Erholungszeit liegt. Passen Sie dies auf Anraten eines Fachmanns an.
Was ist der Unterschied zwischen Ischias und einem Bandscheibenvorfall?
Ein Bandscheibenvorfall ist eine Erkrankung der Bandscheibe. Ischias ist ein Symptom: Schmerzen, die entlang des Ischiasnervs ausstrahlen. Ein Bandscheibenvorfall kann Ischias verursachen, aber bei weitem nicht jeder Ischias wird durch einen Bandscheibenvorfall verursacht.
Welches EMS-Trainingsgerät eignet sich bei Piriformis-Beschwerden?
Der EMS Billentrainer Pro trainiert die Gesäßmuskeln rund um den Piriformis. Bist du dir bei deiner Wahl unsicher? Nutze den Optirise-Entscheidungshilfe, um eine Empfehlung zu erhalten, die auf deinem Ziel und deiner Erfahrung basiert.
Ist EMS bei Ischias während der Schwangerschaft möglich?
Nein, EMS wird während der Schwangerschaft nicht empfohlen. In diesem Fall ist eine Beckenbodentherapie die geeignete Methode.
Welche Körperhaltung hilft bei einem Ischiasanfall?
Vielen Menschen hilft es, sich auf die Seite zu legen und ein Kissen zwischen die Knie zu klemmen. Vermeiden Sie in der akuten Phase langes Sitzen oder Stehen.
Ischias und EMS-Training: Was muss man beachten?
Ischias ist frustrierend, zum einen, weil er hartnäckig ist, und zum anderen, weil klassische Übungen nicht immer die richtigen Muskeln ansprechen. EMS-Training kann eine gezielte Ergänzung sein: Durch die Aktivierung der Gesäßmuskulatur und der tiefen Rumpfstabilisatoren trainierst du genau die Muskeln, die bei Ischias häufig eine Rolle spielen.
Es ist kein Wundermittel, aber mit einem langsam aufgebauten Trainingsplan, gezielten Übungen, einer guten Körperhaltung und dem Vermeiden häufiger Fehler kannst du gezielt loslegen. Konsultiere bei akuten Beschwerden immer einen Fachmann und steigere die Belastung schrittweise.
Möchtest du loslegen? Für ein gezieltes Training der Gesäßmuskulatur ist der EMS Billentrainer Pro die logische Wahl. Wenn du ein umfassenderes Training anstrebst, schau dir den EMS Suit Pro oder ein Set mit mehreren Trainern an. Bist du noch unentschlossen? Nutze unsere Entscheidungshilfe. Möchtest du mehr über EMS bei anderen Beschwerden erfahren? Schau dir alle unsere Blogbeiträge zum Thema EMS an.
Wil je veilig opbouwen na klachten of een blessure? Lees meer op onze pagina over herstel en revalidatie met EMS.
